Bundesregierung Informiert

Informationen für Unternehmen und Selbständige
Die Corona-Pandemie trifft unsere Wirtschaft hart. Die Bundesregierung hilft schnell und unbürokratisch: Kleine Unternehmen, Selbständige und Start-ups bekommen als Soforthilfe Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Der Zugang zur Grundsicherung wird erleichtert. Steuerliche Erleichterungen unterstützen alle von der Corona-Pandemie Betroffenen. Für große Unternehmen stehen unbegrenzte Liquiditätshilfen zur Verfügung.
 



Zuschüsse für Kleinstunternehmen, Solo-Selbständige und Start-ups:

Wer hat Anspruch auf einen Zuschuss?
• Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalenz): einmaliger Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate, gegebenenfalls zwei weitere Monate.
• Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalenz): einmaliger Zuschuss von bis zu 15.000 Euro für drei Monate, gegebenenfalls zwei weitere Monate.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des 
► Bundesfinanzministeriums und des ► Bundeswirtschaftsministeriums

Wie lange gibt es die Zuschüsse?
• Drei Monate.
• Verlängerung um weitere zwei Monate, wenn der Vermieter die Miete um 20 Prozent reduziert.

Was sind die Vorraussetzungen?
• Wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge der Coronavirus-Krise.
• Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein.
• Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.
• Prviates Vermögen muss dafür nicht angetastet werden.

Wie und wo können Betroffene Anträge stellen?
• Bei Ländern und Kommunen.
• Möglichst elektronisch.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des 
► Bundesfinanzministeriums und des ► Bundeswirtschaftsministeriums

Wie werden Zuschüsse angerechnet?
Die Zuschüsse werden mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kumuliert, eventuell auch mit bestehenden de-minimis-Beihilfen.
Bei Steuerveranlagung für Einkommen- oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr werden die Zuschüsse gewinnbringend berücksichtigt.


Steuerliche Hilfsmaßnahmen:

Wer kann die steuerlichen Hilfsmaßnahmen ind Anspruch nehmen?
• Unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen.

Welche steuerlichen Erleichterungen sind vorgesehen?
• Stundung von Steuerschulden aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer bis Ende 2020.
• Anpassung von Steuervorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer.
• Anpassung des Messbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen.
• Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des
Bundesfinanzministeriums.


Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung:

Wer kann die Grundsicherung in Anspruch nehmen?
• Grundsicherung können Selbständige beanspruchen, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbrechen.

Was sind die Voraussetzungen?
• Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt, erhält erleichterten Zugang zu den SGB-II-Leistungen (wie ALG II).
• Für die nächsten sechs Monate müssen weder  Vermögensverhältnisse  offengelegt,  noch Vermögen  angetastet werden.
• Man muss lediglich erklären, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen.

Welche Leistung beinhaltet die Grundsicherung?
• Grundsicherung meint SGB-II-Leistungen (wie ALG II). Das beinhaltet eine Pauschale für Kosten des Lebensunterhalts und Mietzahlungen.
• Die Ausgaben für Wohnung und Heizung werden in den ersten sechs Monaten des Grundsicherungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt.

Wie lange hat man Anspruch?
• Die übliche Bedürftigkeitsprüfung (Privatvermögen, angemessene Miete und anderes) erfolgt erst dann, wenn Sie auch nach den sechs Monaten auf die Grundsicherung angewiesen sind.
• Auch Folgeanträge werden unbürokratisch für zwölf Monate weiterbewilligt.

Wo können Betroffene einen Antrag stellen?
• Anträge können bei der Bundesagentur für Arbeit beziehungsweise dem jeweils zuständigen Jobcenter gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie im ►  FAQ der Bundesagentur für Arbeit.

Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau für Unternehmen:

Wer bekommt Kredite?
• Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind.
• Unternehmen, die mindestens drei Jahre am Markt aktiv sind beziehungsweise zwei Jahresabschlüsse vorweisen können.

Wie sehen die Details aus?
• Sie beantragen einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel. Dabei übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank. Das erhöht Ihre Chance, eine Kreditzusage zu erhalten.
• Für große Unternehmen bis zu 80 Prozent Risiko­übernahme.
• Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 Prozent Risikoübernahme.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der ► KfW und auf der Seite des ► Bundesfinanzministeriums.


Welche Voraussetzungen gibt es?
• Bis zum 31. Dezember 2019 war die Firma nicht in finanziellen Schwierigkeiten.

Wie funktioniert die Antragstellung?
• Bei ihrer Bank oder Sparkasse.
• Jeder Antrag wird mit Hochdruck bearbeitet, um Ihnen so schnell wie möglich zu helfen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der ► KfW und auf der Seite des ► Bundesfinanzministeriums.

Was ist mit ganz jungen Unternehmen?
• Auch wenn Ihr Unternehmen weniger als drei Jahre am Markt aktiv ist beziehungsweise noch keine zwei Jahresabschlüsse vorlegen kann, können kleine und mittlere Unternehmen sowie große Unternehmen einen ERP-Gründerkredit-Universell für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Voraussetzung: Ihre Bank oder Sparkasse trägt das volle Risiko.
Hinweis: Eine Alternative kann der ERP-Gründerkredit-Startgeld sein. Mit diesem Kredit erhalten Sie bis zu 30.000 Euro für Betriebsmittel – mit bis zu 80 Prozent Risiko­übernahme durch die KfW.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der ►  KfW und auf der Seite des ►  Bundesfinanzministeriums.



Stand: 1. April 2020
 
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